Portätzeichnung

Ich habe mich vor ein paar Tagen hingesetzt und mal ganz in Ruhe versucht, ein Poträt zu zeichnen. Ich habe es von einem Foto abgezeichnet. Es zwar sehr lange gedauert und ich arbeite immer noch hin und wieder daran, aber mir gefällt es wirklich gut.

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Wegbereiter der Moderne und die Entstehung des Expressionismus

Edvard Munch (1863- 1944) 

Edvard Muncmunch, der schrei, 3. versionh war ein norwegischer Maler und Grafiker und gilt als Hereingeber für die expressionistische Richtung in der künstlerischen Moderne. In seinen Werken ging er frei mit Farben und Form um und verwendete häufig ungemischte Farben. Munch reduzierte die Motive in seinen Werken meist auf das Wesentliche. Wie auch bei seinem wohl bekanntesten Werk „Der Schrei„. Von diesem Werk gibt es vier Versionen, die zwischen 1892 und 1895 entstanden sind. Variiert wurden ausschließlich die Orange-Töne im Hintergrund und das Material, mit dem Edvard Munch arbeitete.Das Werk zeigt ein Menschengesicht mit einem panischen Blick und weit geöffneten Mund an einer Brücke vor einem landschaftlichen Hintergrund . Die Farben sind grell und unrealistisch. „Der Schrei“ soll auf ein Erlebnis von Munch selbst beruhen, bei dem er mit Freunden einen Spaziergang machte und die „Schreie der Natur“ hörte.Edvard Munch übertrug  vieles aus seiner Vergangenheit auf seine Werke, was man in einem Zitat erkennen kann; „Ich male nicht das, was ich sehe, sondern das was ich sah.“.                                                                                                                                               („Der Schrei“, 1895, Pastellkreide, seit 2012 im Privatbesitz)

Paul Cezanne (1839- 1906)

Paul Cezanne war ein französischer Maler, dessen Malstil von Romantik und Realismus bis hin zum  Impressionismuss reichte. Er fand jedoch schnell seine eigene Richtung. Cezanne bevorzugte es, Porträts und Stillleben zu malen. In seinen Werken arbeitete er mit kleinen kontrolliert gesetzten Strichen und gilt als Vorläufer der modernen Kunst. Paul Cezanne liebte Landschaften und zeigte dies auch in seinen Werken. Besonders der Berg „Sainte-Victoire“ wurde oft zum Motiv der Bilder. Ganze 44 Ölbilder und 43 Aquarelle fertigte Paul Cezanne zu ihm an. Eines von ihnen ist das Ölbild „Mont Sainte-Victoire“ von 1895.                                                                                                       („Mont Sainte-Victoire“, 1895, Ölgemälde, Gallery)

cezanne, mont sainte-victoire

Verbale Annäherung zu „Der Schrei“ 

Es wird Abend. Der Tag geht langsam zu Ende. Es ist immer mehr blaues Licht und weniger gelbes. Der Himmel hat die Sonne verloren. Sie ist schon fast im Wasser. Nur noch das grelle Orange am Horizont zeigt, dass die Sonne heute da war. Auf dem Metall der Brücke spiegeln sich die Farben des Lichts. Zwei Männer stehen auf der Brücke. Sie tragen Hüte und sehen in die Ferne oder ins Meer. Man kann es nicht genau sagen. Es dämmert bereits so sehr, dass man nur noch Umrisse erkennen kann. Auch von der Stadt auf der anderen Seite sind nur noch die Umrisse der Häuser zu sehen. Die Bewohner haben Licht in ihren Häusern. Das Licht, was die Sonne uns noch gibt, erhellt einen kleinen Teil des Wassers. Dort liegt ein Schiff. Es hat Masten und scheint groß, aber ganz ruhig. Alles wirkt ruhig. In der Stadt genießen die Menschen ihren Feierabend, die zwei Männer auf der Brücke, die immer schwerer du erkennen sind, sehen sie die Schönheit der Natur an. Bald wird die Sonne in das Meer tauchen. Und ich? Ich bin auch im Bild. Ich bin ein Mensch. Ich stehe an der Brücke. Die atemberaubende Natur um mich. Und ich? Ich schreie.

Weiteres zum Thema „Wegbereiter der Moderne und die Entstehung des Expressionismus“ hier:  http://picturesque2.wordpress.com/

Quellenangaben: http://www.munch-edvard.de/ http://www.spiegel.de/reise/europa/die-provence-des-cezanne-von-der-magie-des-sainte-victoire-a-391722.html http://www.dhm.de/lemo/biografie/paul-cezanne http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/162252/index.html

„NoBody’s perfect“ -Ausstellung im Husumer Rathaus

Am kommenden Sonntag findet im Husumer Rathaus eine Ausstellung zum Thema Essstörungen. Der Name der Ausstellung passt dabei natürlich buchstäblich! Zunächst liest man „Nobody’s perfect“, also „Niemand ist perfekt“. Wenn man aber genau hinsieht, fällt das große „B“ auf, dass das Wort aufteilt. Nun steht also „No body’s perfect“ da, was auf den Körper anspielt. Der eigene Körper ist der Leidtragende bei Essstörungen, er wird dabei auf Krampf verändert und oft auch „kaputt“ gemacht.
Bei der Ausstellung, an der auch wir als Kunstprofil mit unseren Werken teilnehmen, soll eben auf genau dieses Problem aufmerksam gemacht werden. Wir entwarfen Tonfiguren und Zeichnungen, die nicht Perfektion waren oder Modelmaße hatten. Sie sind einzigartig und eben perfekt unperfekt.
Heute haben wir unsere Werke schon teilweise aufhängen können in einer, wie ich finde, sehr schönen freundlichen Galerie.

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