Handout – Dasha Shishkin

Anneke Steensen   E Kunst                                                                                                                                20.03.2014

Dasha Shishkin

Dasha (Daria) Shishkin ist eine Zeichnerin und wurde 1977 in einer Theaterfamilie in Moskau geboren. 1992 zog sie nach New York, wo sie die Schule beendete und anschließend an der Columbia University in New York Kunst studierte.

Ihre Kunst Dasha Shishkin nutzt die verschiedensten Materialen für ihre Zeichnungen, wie zum Beispiel Pappreste, Tinte, Stoff, Metall oder auch Mylar (eine Art Polyesterkunststoff). In ihren Zeichnungen sind die Linien das Wichtigste. Alles basiert auf den Strichen, die nicht nur Umrisse, sondern auch Oberflächen darstellen. Die Farbe ist für Dasha Shishkin nur ein „netter Zusatz“, weshalb sie auch erst als letzten Schritt die Farbe auf die durch das Zeichnen entstandenen Felder gibt. Dennoch sind ihre Werke in kraftvollen Farben gehalten, was neben der „groben“ Zeichnerei zu einem naiv wirkenden Stil führt. Der Inhalt ihrer Werke ist im Gegenzug oft sehr gewaltsam. Dasha Shishkin zeichnet surreale Kreaturen und lässt in einem Bild mehrere Handlungen parallel laufen, wodurch der Betrachter zu einem Entdecker wird, da er Stück für Stück durch das Bild gehen muss. Dasha Shishkin will keine Erzählung zeichnen, sondern vielmehr ein Thema kreieren. Themen sind zum Beispiel Die Geburt und der Tod, sowie alltägliche Situationen und Umfelder und nicht zuletzt auch die Qual.

Merkmale ihrer Kunst

Dasha Shishkin hat in ihrer Zeichnung immer wieder gleiche Figuren. In fast allen Werken sind nackte, weibliche Figuren abgebildet, die ausgefallen lange Nasen haben. Zudem zeichnet Dasha Shishkin die Brüste andersfarbig. Durch die Themen Tod und Qual fehlen häufig Körperteile, die sich dann im Bild anderswo wiederfinden.

All Prayer All The Time“

Das Bild „All Prayer All The Time“ zeigt einen medizinischen Raum, in dem menschliche Figuren und Tiere seziert werden. Es sind viele farbige Sprenkel, die möglicher Weise Blut darstellen sollen. Die ganze Szenerie könnte darauf deuten, dass dort eine Kreuzung zwischen Mensch und Tier stattfindet. Dasha Shishkin verbindet Figuren an merkwürdigen Stellen, wie zum Beispiel unten links im Bild; eine weibliche Figur raucht und aus dem Qualm entwickelt sich eine zweite Figur, die eine gelbe Färbung hat und links oben vor einem Fenster steht. Wie in allen Werken hat Dasha Shishkin auch hier die Farben deutlich nach dem Zeichnen auf das Bild gebracht.

Anregungen für „airHUSUM“

In der VHS liegen noch viele verschiedene Materialien umher, die nicht mehr gebraucht werden. Man könnte zum Beispiel ein Motiv auswählen, welches ein besonderes Kennzeichen trägt und dieses dann auf die Materialien bringen und in der VHS verteilen. So hätte man wie Dasha Shishkin   ein immer wieder auftauchendes Kennzeichen, die auf jedem Material anders aussehen und wirken. Das Gleiche kann man natürlich auch direkt in den Projekträumen aufnehmen, jedoch nur sehr beschränkt, da die Ideen ja schon feststehen. Ein kleiner Tipp; Grobe Umrisse können den Betrachter genauso faszinieren wie Feinheiten. Vielleicht passt die „Malbuch-Technik“, die Dasha Shishkin anwendet, auch bei euch!

Quellenangaben

http://www.artcritical.com/wp-content/uploads/2011/06/DS_AllPrayerAllTheTime11_30x42_s.jpg  http://www.artcritical.com/2011/06/03/dasha-shishkin/

http://www.griffelkunst.de/kuenstler

http://www.zachfeuer.com/exhibitions/dasha-shishkin/